Schaffen Sie eine Oase für Amphibien

Teiche sind nicht nur schön anzusehen, sondern bieten vielen Pflanzen und Amphibien einen Lebensraum am und im Wasser.

Das trifft für Teiche jeder Größe zu. Allerdings ist größer hier besser. Denn je mehr Fläche und je mehr Wasser, desto größer ist die Chance, dass sich der Teich selbst reguliert. Durch Pflanzen wie Schilf in der Uferzone können Sie dies unterstützen. Wenn Sie den Platz haben: Acht Quadratmeter und mehr wären ideal bei einer Wassertiefe von 60 Zentimeter. Das Ufer sollte sanft abfallen.

Legen Sie am Teich eine Sumpfzone (bis 30 cm) an und eine Flachwasserzone (zwischen 30 und 50 cm). In der Sumpfzone wachsen Sumpfdotterblume, Schwertlilie und Blutweiderich, im Flachwasser Pfeilkraut, Froschlöffel, Kalmus und Igelkolben.

Der Teich sollte vier bis fünf Stunden Sonne am Tag haben und nicht von einem Baum beschattet sein, auch wegen der Blätter, die ins Wasser fallen.

Um die Tiere brauchen Sie sich nicht zu sorgen, sie stellen sich von selbst ein. Im und am Wasser tummeln sich Libellen, Frösche, Molche, Kaulquappen und viele andere Tiere.

Auf Fische sollten Sie allerdings verzichten. Sie fressen die Eier und Larven der Amphibien und trüben mit ihren Ausscheidungen das Wasser.

Ein Teich gibt Ihnen faszinierende Einblicke in diese Miniwelt. So legen Libellen ihre Eier an den Stängeln von Wasserpflanzen oder direkt im Wasser ab. Daraus entwickeln sich die Larven, auch Nymphen genannt. Sie sorgen im Teich dafür, dass Wasserflöhe und anderen kleine Wassertiere nicht überhand nehmen. Zwischen April bis Juli verlassen sie den Teich und wandeln sich in eine Libelle um. Ihre Nahrung sind dann Fliegen, Mücken und andere Kleininsekten.

Wenn ein Teich in Ihrem Garten nicht möglich ist: eine Miniwasserwelt in einem Trog oder Bottich ist ebenfalls ein Hingucker.